Gründer und Inhaber von RegionalPioniere. War einige Jahre beim Generalunternehmer 4Wände GmbH im Bereich Projektentwicklung, Betriebsaufbau einer Betreibergesellschaft tätig.

Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung steht im Zeichen der Digitalisierung, Globalisierung und damit verbunden Individualisierung bzw. Vereinsamung. In Zeiten des Corona-Lockdowns wurde vielen Menschen bewusst, wie selbstverständlich Freundschaften und Begegnung geworden sind. Ob das ein kurzer Kaffee mit einer Freundin ist, der Besuch bei den (Groß-) Eltern oder das gemeinsame Spielen der Nachbarskinder. Anderen wurde schmerzhaft deutlich, wie alleine man zu Hause ist, wenn eben diese Kontakte nicht mehr persönlich gepflegt werden können.

Seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte existiert das Bedürfnis sich auszutauschen, sich zu treffen, Begegnung zu haben. Wenn wir historische Städte und Denkmäler betrachten, sehen wir (auch multifunktionale) Orte der Begegnung, beispielsweise die Amphitheater in Griechenland, das Forum Romanum, die Marktplätze, Tempel und Synagogen. Hier bieten sich für Kommunen, christliche Werke oder Unternehmen erstaunliche Chancen. Wenn öffentliche Räume mit Gewerberäumen und sozial-diakonischen Einrichtungen zusammenwachsen, entstehen Begegnungszentren mit ungeahnten Synergien. Dass dies finanzierbar und für alle Beteiligten ein Gewinn ist, zeigt das aktuelle Projekt Westhouse der 4Wände GmbH.

Wo gibt es bei Ihnen in der Region Orte, an denen Menschen sich ehrlich begegnen? In den Kirchen des 20. / 21. Jahrhunderts? In Sportstätten oder Einkaufszentren? Welche Chancen ergeben sich aus Orten der Begegnung?

Nachfolgend habe ich solche Orte aufgelistet und versucht, zu sortieren:

Aber nicht nur die Begegnungs- und Gemeinschaftsorte stärken eine Region. Die Themen Wohnen und Arbeit zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren der Attraktivität einer Region. Auch hier gilt es alte Annahmen und überholte Konzepte zu prüfen und „Neues zu schaffen“.